fundamentals
Prozess
Grundlagen

Design Thinking ist nicht nur ein Prozess, sondern eine Arbeitskultur. Dabei steht das explorative Arbeiten im Vordergrund. Damit verschiedene Blickwinkel eingenommen und verschiedene Optionen ausprobiert werden können, muß die Quantität vor der Qualität stehen.

Es geht also darum, bei der Recherche gründlich und sehr umfassend vorzugehen, bei der Ideenbildung eine Menge wilder Impulse zu liefern und beim Prototyping möglichst viele verschiedene Varianten anzufertigen. Daraus folgt eine sehr visuelle und iterative Arbeitsweise, welche verschiedene Fertigkeiten erfordert, die nur in multidisziplinärer Teamarbeit möglich ist

workspace
Arbeitsumgebung

Wichtig ist bei diesem Prozess die Nutzung des gesamten Raumes zur Sammlung und Verdichtung von Informationen. Kahle Bürowände eignen sich sehr gut, um mit Haftnotizen und Moderationsfolien Rechercheergebnisse einzufangen. Cluster und Farbcodierungen helfen bei der Aufbereitung der Informationen.

Um Ideen möglichst schnell in eine greifbare Form zu überführen, sollten sich Werkzeuge und Materialien in unmittelbarer Nähe befinden. Im Stehen gestaltet sich bei dieser Arbeitsweise die Gruppenarbeit wesentlich einfacher. Das Mobiliar sollte also entsprechend flexibel sein. Die digitale Arbeitsumgebung sollte die einfache Vorgehensweise im Analogen wiederspiegeln.

 

Schritte im Prozess

Wenn wir uns an die Lösung eines komplexen Problems setzen, dann versuchen wir uns im 1. Schritt ein Bild von den beteiligten Personen und dem Kontext zu machen, um das Problem besser zu verstehen. Diese Sekundärrecherche wird im 2. Schritt mit eigenen Beobachtungen und Erfahrungen im Feld ergänzt. Wir steigen also Anfangs tief in das Problem hinein und erkunden es sowohl von innen als auch von außen.

Mit den 3. und 4. Schritten wird die Brücke von der Recherche zur Ideenbildung geschlagen. Die Flut von Informationen wird strukturiert und verdichtet. Wir kristallisieren essenzielle Erkenntnisse heraus und suchen nach Wissenslücken. Durch Hinterfragen der Ziele des Projekts wird es daraufhin neu definiert. Dies bildet die Grundlage für die Ideenfindung.
Ideen werden im 5. Schritt schnell in prototypischer Form umgesetzt, um sie verständlich zu kommunizieren und im 6. Schritt Feedback von Nutzern einzuholen.

 

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