Jedes Projekt hat ein Rattenschwanz an organisatorischen Aufgaben, die niemand wirklich gerne macht. Den Schmerz des Projektmanagements können Sie sich allerdings mit agilen Methoden zumindest etwas nehmen.
Grundsätzlich macht es Sinn, den Projektverlauf, die damit verbundenen Teilaufgaben und Zuständigkeiten für alle sichtbar an der Wand festzuhalten, da dies die Kommunikation und Organisation sehr erleichtert. Ein gutes Verfahren hierfür ist Kanban, welches nur einige wenige Regeln beinhaltet und leicht zu adaptieren ist.
Um den Kontext von Nutzern beim Umgang mit Produkten, Dienstleistungen und Prozessen zu verstehen, werden ethnographische Verfahren eingesetzt. Prinzipiell geht es dabei darum, sich durch offene Interviews, eigene Beobachtungen und Selbstexperimente in die Nutzer hinein zu versetzen.
Es gibt eine Vielzahl von Techniken in der teilnehmenden Beobachtung und Feldforschung. Hinter den illustren Bezeichnungen verstecken sich in der Regel sehr einfache Herangehensweisen, die jedoch zu zahlreich sind, um sie hier aufzulisten. In der Methodbank des UK Design Councils finden Sie jedoch einige Beispiele.
Die intensive Art der Recherche beim Design Thinking bringt eine Informationsflut mit sich, die für viele sehr ungewohnt ist. Wichtig ist die zeitliche und thematische Strukturierung dieser Informationen, damit eine ergiebige Analyse erfolgen kann. Hierzu gibt es diverse Verfahren, beispielsweise die STEP-Analyse aus der Makroökonomie.
Durch die Synthese der Informationen lassen sich Möglichkeiten für neue Angebote entdecken. Um Ideen für Angebote zu finden, gibt es eine Fülle von Kreativitätstechniken. Eine gute Übersicht finden Sie beispielsweise bei Creating Minds. Ohne eine solide Ausgangslage und eine klare Fragestellung kann die Ideenbildung jedoch nicht funktionieren.
Bei der Entwicklung neuer Angebote werden Ideen oft in endlosen Diskussionen zerstört. Tatsache ist, daß niemand wissen kann, ob eine Idee etwas taugt, bevor man sie umgesetzt hat. Darüber hinaus sorgt die rein verbale oder schriftliche Vermittlung von Ideen sehr oft für Mißverständnisse und erschwert die Konzeption.
Daher wird Prototyping beim Design Thinking als eine Art der greifbaren Kommunikation verstanden. Prototypen sind nur Artefakte, welche zur Erprobung einer Idee dienen. Ideen werden also mit einfachen Mitteln wie Papier, Knetmasse oder Legosteinen materialisiert, damit Nutzer möglichst früh Feedback geben können.
